
Im Freiburger Spital (HFR) basiert die Prävention von behandlungsassoziierten Infektionen auf einer unauffälligen, aber unverzichtbaren Arbeit. An der Spitze der Abteilung für Infektionsprävention und Infektionskontrolle (UPCI) koordiniert Martine Saramon Sudan ein Team aus erfahrenen Pflegefachpersonen und Infektiolog:innen, die in allen Abteilungen tätig sind. Ihre Aufgabe: Risiken analysieren, die Teams begleiten und postoperative Infektionen im Rahmen nationaler Programme überwachen. «Wir analysieren die Akten, identifizieren Verdachtsfälle und kontaktieren die Patient:innen für eine Nachsorge, die postoperativ bis zu drei Monate dauern kann», erklärt sie.
Anhand dieser Daten lassen sich Verbesserungsmöglichkeiten erkennen. «In der Kolonchirurgie z.B. konnten wir die Infektionsrate senken, indem wir den Zeitpunkt der Antibiotikaabgabe angepasst haben.» Dies erforderte einen Austausch mit den chirurgischen und anästhesiologischen Teams. Die Ergebnisse seien nun besser als im nationalen Schnitt.
Wir arbeiten mit allen Teams zusammen, mit dem medizinischen, Pflege-, technischen und dem administrativen Personal.
Die UPCI überwacht auch das Auftreten multiresistenter Bakterien und verstärkt die Schulung der Teams, v.a. in der Handhygiene – mit ständiger Wachsamkeit, die viel Zusammenarbeit erfordert. «Wir arbeiten mit allen Teams zusammen, mit dem medizinischen, Pflege-, technischen und dem administrativen Personal», sagt Martine Saramon Sudan. Für die Expertin ist Prävention zuallererst eine Investition in die Sicherheit: «Unsere Aufgabe ist es, Risiken vorausschauend zu erkennen, um die Patient:innen zu schützen.»
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