

Der entscheidende Türöffner war das Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie. Rund ein Jahr nach dem Abschluss der Physiotherapie-Ausbildung entschied ich mich für diesen Weg. Das Psychologie-Studium stärkte meine persönliche und berufliche Entwicklung. Kurz danach bot sich mir die Gelegenheit, bei einer Krankenkasse erste Führungsverantwortung zu übernehmen. Dass ich dem Gesundheitswesen erhalten bleibe, war für mich von Anfang an klar.
Den Entscheid für das Psychologie-Studium fällte ich ohne Zutun meines damaligen Arbeitgebers. Im Spital Zofingen hingegen, wo ich nun seit rund zehn Jahren tätig bin, wurde ich in meiner beruflichen Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. So absolviere ich derzeit in Absprache mit meinen Vorgesetzten einen EMBA in Ökonomie und Management im Gesundheitswesen.
Der entscheidende Türöffner auf meinem Karriereweg war das Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie.
Speziell zwei Aspekte habe ich schrittweise in meine Arbeit integriert: Positive Leadership und die Lean-Thematik, die bereits in der Psychologie-Ausbildung und später im Management-Teil eine zentrale Rolle spielte.
Im Spital Zofingen und im gesamten Swiss Medical Network (SMN) fördern wir unsere Mitarbeitenden gemäss ihren Stärken, mit dem Ziel, sowohl Führungs- als auch Fachexpert:innen gezielt weiterzuentwickeln. Das Schulungsprogramm «Entrepreneur de Futur» des SMN verfolgt beispielsweise das Ziel, interne Talente mit gezielten Mentorings auf anspruchsvolle Management- und Führungsaufgaben im Spital bzw. im Gesundheitswesen vorzubereiten. Insgesamt sollten Weiterbildungen stets einen Mehrwert sowohl für die Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen bieten.
Gesundheitsfachpersonen müssen zumindest verstehen, wie wirtschaftliche Entscheidungen den Spitalbetrieb und das Gesundheitswesen prägen.
Erstens sollte die betriebswirtschaftliche Perspektive in allen Weiterbildungen stärker gewichtet werden. Gesundheitsfachpersonen müssen zumindest verstehen, wie wirtschaftliche Entscheidungen den Spitalbetrieb und das Gesundheitswesen prägen. Zweitens müssten Zukunftskompetenzen zum festen Bestandteil jeder Weiterbildung werden – digitale Kompetenzen ebenso wie zeitgemässe Führung. Drittens sollte eine praxisnahe interprofessionelle Weiterbildung weiter ausgebaut werden. Verschiedene Berufsgruppen müssen lernen, enger zusammenzuarbeiten und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg zu denken.
Beitragsbild: Rund ein Jahr nach dem Abschluss der Physiotherapie-Ausbildung entschied sich Jonas Bysäth für ein Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie. (Foto: Canva)