
Bei den betroffenen Personen handelt es sich aktuell um Patient:innen mit Wohnsitz in der Schweiz. Aufgrund der Schwere einzelner Verletzungen sowie der Anzahl der Fälle wird die Versorgung innerhalb der Suva-Kliniken koordiniert und bedarfsgerecht sichergestellt.
Ziel ist es, Patient:innen aus dem Wallis nach Möglichkeit wohnortsnah in der Clinique romande de réadaptation (CRR) in Sion zu rehabilitieren. Abhängig von der individuellen Verletzungs- oder Behandlungssituation sowie dem Rehabilitationsbedarf können Patient:innen im Rahmen der koordinierten Versorgung auch in die Rehaklinik Bellikon (RKB) verlegt werden. Die Suva-Kliniken unterstützen Betroffene und Angehörige bei der Organisation des Aufenthalts.
Aktuell befinden sich:
Die Suva-Kliniken behandeln normalerweise insgesamt rund 30 bis 40 Brandverletzte pro Jahr. Nun könnten ähnlich viele Patient:innen innerhalb weniger Wochen oder Monate hinzukommen.
Der Prozess zur Rückführung der Betroffenen in die Schweiz läuft weiterhin koordiniert mit den behandelnden Akutspitälern im In- und Ausland. Erste Patient:innen mit weniger schweren Verletzungen sind bereits in Einrichtungen der Suva-Kliniken verlegt worden. In den kommenden Wochen ist die schrittweise Aufnahme weiterer Betroffener aus Schweizer Akutspitälern sowie aus europäischen Spitälern vorgesehen.
Der Eintritt nach der Akutversorgung in die stationäre Verbrennungsrehabilitation ist bei Schwerstverletzten in der Regel frühestens nach zwei bis drei Monaten möglich.
Um eine optimal abgestimmte Versorgung sicherzustellen, entsandten die Suva-Kliniken in den vergangenen zwei Wochen Expertenteams zu Fachkolleg:innen der akuten Verbrennungsversorgung in mehreren europäischen Partnerländern. Ziel dieser, durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz organisierten Einsätze war der fachliche Austausch sowie die Abstimmung von Kapazitäten und Behandlungsabläufen. Es wurden dabei insbesondere die Übergänge von der Akutversorgung in die spezialisierte stationäre Rehabilitation von Verbrennungspatient:innen abgeklärt.
Neben den komplexen ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Aufgaben stellt insbesondere die psychosoziale Begleitung eine zentrale Herausforderung dar. Für viele Betroffene ist eine französischsprachige Betreuung durch Psychotherapeut:innen sowie Sozialarbeiter:innen erforderlich, um den Rehabilitationsprozess ganzheitlich zu unterstützen.
Die Suva-Kliniken danken allen Partnerorganisationen im In- und Ausland sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz für die enge Zusammenarbeit und informieren weiterhin transparent über die nächsten Schritte.
Beitragsbild: Canva