In der Schweiz verursacht das Gesundheitssystem fast sieben Prozent der nationalen CO₂-Emissionen. Angesichts dieser Auswirkungen hat das Universitätsspital Genf (HUG) die «Transition écologique dans les soins» (TES) zu einem Schwerpunkt seiner Nachhaltigkeitsstrategie 2030 gemacht.
«Es geht darum, die ökologischen Herausforderungen ins Zentrum der Praxis zu stellen, ohne die Qualität oder Sicherheit der Versorgung zu beeinträchtigen», erklärt Isabelle da Ernestho Crespin, Leiterin der TES.
Seit 2022 unterstützt eine Steuerungsgruppe, die von einer Gemeinschaft von 51 ausgewählten Fachleuten getragen wird, diesen Übergang vor Ort. Die Strategie beruht auf vier Achsen: Anpassung der medizinisch-pflegerischen Praktiken, Sensibilisierung der Fachleute, Bekämpfung von Verschwendung und Förderung der Forschung im Bereich Nachhaltigkeit.
Ein Weiterbildungsprogramm, Merkblätter zum Thema «Öko-Versorgung» und ein Verfahren zur Kennzeichnung der entsprechenden Abteilungen als «Öko-Abteilungen» sind Ausdruck dieses Entwicklungswillens.
«Die gesundheitlichen und ökologischen Co-Benefits stehen im Mittelpunkt dieser Transformation», betont die Expertin für nachhaltige Pflege. Durch die Mitgründung des «Réseau Romand des Soins Durables» mit dem RHNe verstärkt das HUG die Breitenwirkung. Die TES verkörpert eine neue Versorgungskultur: engagiert, präventiv, nachhaltig und zukunftsorientiert.
Beitragsbild: Der Kampf gegen Verschwendung ist eine der Prioritäten der TES. (Foto: Alicia Voumard)