Sterbebegleitung - Lebensende-Doula SRF-Podcast Canva
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27. März 2026

SRF-Podcast

Sterbebegleitung hat mehr mit dem Leben zu tun als mit dem Tod

Immer mehr Menschen in der Schweiz sind am Lebensende auf Begleitung angewiesen. Doch wie sieht Sterbebegleitung aus? Was benötigen Menschen in ihrer letzten Lebensphase? Und wie kann dem Umstand begegnet werden, dass es auch im palliativen Bereich in Zukunft zu wenige Betten gibt?

Die Zahl der Menschen in der Schweiz wächst, die Betreuung und Begleitung in ihrer letzten Lebensphase benötigen. Doch sind wir genügend darauf vorbereitet?

Im heutigen SRF-Treffpunkt war die Ärztin Sibylle Jean-Petit-Matile im Radiostudio zu Gast, die vor 12 Jahren das Hospiz Zentralschweiz in Luzern gegründet hat. Für Sie gibt die tägliche Beschäftigung mit dem Tod dem Leben einen unglaublich schönen und wichtigen Wert. Sie ist überzeugt, dass die Schweiz die Antwort noch finden darf, um auf die wachsende Zahl von Menschen würdig zu reagieren, die auf eine Begleitung am Ende ihres Lebens angewiesen sind (Sibylle Jean-Petit-Matile war auch Gast in der Talksendung « Persönlich»).

Ebenfalls zu Gast im Studio war Anne-Christine Dölling. Die studierte Rechtsanwältin ist seit drei Jahren «Lebensende-Doula», eine Begleiterin für Sterbende, allerdings ohne medizinische Hilfe. Sie hat die Ausbildung zur Doula nun auch in die Deutschschweiz gebracht. Der erste Kurs ist bereits ausgebucht. Anne-Christine Dölling erklärt, was «Lebensende-Doulas» neben Ärzt:innen, Seelsorger:innen und Pflegenden leisten können (siehe auch «Bis zum Ende im Leben» – eine Sterbe-Doula erzählt».

Ab 46:37 äussern sich die beiden Expert:innen über die aktuelle Situation und über zukünftige Herausforderungen, insbesondere auch, was die Finanzierung der spezialisierten Palliative Care in der Schweiz anbelangt.

Position von H+

Die Palliative Care ist aus Sicht der Allianz «Für eine angemessene Finanzierung der Palliative Care», an welcher auch H+ beteiligt ist, zwingend im KVG zu verankern. Dies bedeutet, dass notwendige Leistungen der bio-psycho-sozial-spirituellen Begleitung und Betreuung für Menschen am Lebensende als KVG-pflichtige Leistungen anzuerkennen sind (siehe Position der «Allianz» im Zusammenhang mit den Beratungen der Motion Carobbio «Für eine angemessene Finanzierung der Palliative Care», die im Jahr 2021 dem Bundesrat überwiesen wurde).

Nachdem beide Gesundheitskommissionen der daran anknüpfenden parlamentarischen Initiative Jost Folge gegeben haben, berät in der Zwischenzeit eine Subkommission der SGK-NR die Finanzierungsmodalitäten der spezialisierten Palliative Care bzw. den Gesetzesentwurf zur konkreten Umsetzung der parlamentarischen Initiative.

Beitragsbild: Canva

   

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