
Das Spital Emmental erhöht seine Behandlungskapazitäten schrittweise. Am Standort Burgdorf werden ab November 2026 insgesamt zehn zusätzliche stationäre Betten geschaffen.
Am Standort Langnau wird die geriatrische Akutrehabilitation im nächsten Jahr auf acht Betten erweitert. Auf dem Notfall in Burgdorf sollen zudem zwei zusätzliche Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Damit schafft das Spital zusätzliche Möglichkeiten, Patient:innen wohnortnah zu behandeln.
Am Standort Burgdorf werden auf zwei Stationen zusätzliche stationäre Betten geschaffen. Ab 1. November 2026 stehen zunächst fünf, ab 1. Januar 2027 weitere fünf Betten zur Verfügung. Die zusätzlichen Kapazitäten werden zunächst saisonal betrieben und sollen insbesondere die erwartete höhere Auslastung während der Herbst- und Wintermonate auffangen.
Die räumlichen Voraussetzungen sind vorhanden: Die bestehende Infrastruktur ermöglicht eine Erhöhung um insgesamt zehn Betten. «Die steigende Nachfrage nach stationären Behandlungen ist grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung, denn sie zeigt, dass die Menschen aus der Region auf die medizinische Versorgung des Spitals Emmental zählen. Mit der schrittweisen Öffnung der zusätzlichen Betten können wir mehr Patient:innen in der Region behandeln», sagt Danny Wey, Chief Nursing Officer (CNO).
Unser Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und gleichzeitig genügend Kapazitäten bereitzustellen.
PD Dr. med. Robert Escher, Chefarzt und Leiter der Medizinischen Klinik
Zum zusätzlichen Bedarf an stationären Betten tragen insbesondere die stetig zunehmende Nachfrage, eine zunehmend älter werdende Bevölkerung, die Weiterentwicklung der orthopädischen Versorgung sowie saisonale Schwankungen beim Patientenaufkommen bei. «Unser Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und gleichzeitig genügend Kapazitäten bereitzustellen. Die zusätzlichen Betten geben uns den nötigen Spielraum, um auf die steigende Nachfrage reagieren zu können», so PD Dr. med. Robert Escher, Chefarzt und Leiter der Medizinischen Klinik.
Auch in Langnau wird das Angebot für ältere Patient:innen ausgebaut. Die geriatrische Akutrehabilitation wird Anfang 2027 von aktuell sechs auf zunächst acht Betten erweitert. Für 2028 ist eine weitere Erhöhung auf insgesamt zehn Betten vorgesehen.
Die geriatrische Akutrehabilitation richtet sich an Patient:innen ab 70 Jahren, die aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls hospitalisiert sind und während ihres Spitalaufenthalts eine gezielte Rehabilitation benötigen. Bereits während der Akutphase kommen verschiedene Therapie- und Behandlungsangebote wie Physiotherapie, Ergotherapie und Ernährungsberatung zum Einsatz.
Ziel ist es, Immobilität, Mangelernährung und den Verlust von Alltagskompetenzen zu verhindern und die Selbstständigkeit der Patient:innen zu erhalten oder wiederherzustellen.
Auch im Notfall soll die Behandlungskapazität weiter angepasst werden. Zwei Behandlungsplätze, die aufgrund der heute anderweitigen Nutzung der Räumlichkeiten frei werden, sollen wiederhergestellt werden.
Denn die Nachfrage nach Notfallbehandlungen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen: Zwischen 2024 und 2026 haben die Notfallkonsultationen am Spital Emmental um rund sieben Prozent zugenommen.
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