Gemeinsam mit rund 100 Gästen feierte die Luzerner Psychiatrie AG ihr 20-jähriges Bestehen. Foto: zvg
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27. August 2026

20-Jahr-Jubiläum

Luzerner Psychiatrie stellt Weichen für die Zukunft

20 Jahre lups: An ihrer Jubiläumsfeier hat die Luzerner Psychiatrie AG (lups) nicht nur auf das Erreichte zurückgeblickt, sondern auch den Kurs für die Zukunft aufgezeigt. Mit einer strategischen Neuausrichtung will sie die institutionelle Psychiatrie von morgen gestalten und dabei weiterhin den Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellen.

Am 1. April 2006 schlossen sich das Psychiatriezentrum Luzern Stadt, das Psychiatriezentrum Luzerner Landschaft sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst zur Luzerner Psychiatrie (lups) zusammen – eine Neuorganisation für eine moderne, integrierte psychiatrische Versorgung. Seither ist die lups für die institutionelle psychiatrische Grundversorgung im Kanton Luzern und mit der Realisierung des Pionierprojektes lups-ON im Jahr 2017 auch in Obwalden und Nidwalden zuständig. Nun feierte das Unternehmen sein 20-jähriges Bestehen mit über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Gesellschaft.

«Hochstehende psychiatrische Versorgung über die Kantonsgrenzen hinaus»

«Es ist eine starke, anerkannte und verlässliche Institution entstanden, die für eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung steht, über die Kantonsgrenzen hinaus partnerschaftlich zusammenarbeitet und die als bedeutende Arbeitgeberin Verantwortung für viele Mitarbeitende und für unseren Kanton übernimmt. Darauf dürfen wir stolz sein», würdigte Michaela Tschuor, Regierungsrätin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartementes des Kantons Luzern, die lups.

Dynamische Entwicklung

Mit dem Projekt «lups2030», das im Dezember 2025 gestartet wurde, hat die lups eine Organisation zum Ziel, die hohe Behandlungsqualität gewährleistet, dem Fachkräftemangel begegnet und wirtschaftlich nachhaltig arbeitet.

Strategie, Vision, Mission, Werte sowie die Unternehmensstruktur von «lups 2030» wurden bereits festgelegt. Nun folgt die Detailplanung der Prozesse.

Paradigmenwechsel: Mitwirkung der Patient:innen

Rémy Gasser, seit dem 1. August 2026 CEO der lups (siehe Who is new), skizzierte am feierlichen Anlass die Umsetzung von «lups2030». Strategie, Vision, Mission, Werte sowie die Unternehmensstruktur wurden bereits festgelegt. Nun folgt die Detailplanung der Prozesse, begleitet von einem Change-Management-Programm zur Kultur- und Führungsentwicklung.

Patient:innen sowie Bewohnende werden als Expert:innen ihrer Genesung einbezogen.

Dabei greift die lups psychische Gesundheit als gesellschaftlich relevantes Thema auf und unterstreicht einen Paradigmenwechsel: Patient:innen sowie Bewohnende werden als Expert:innen ihrer Genesung einbezogen. Als Impulsgeberin für Innovation will die lups eine moderne, menschennahe Psychiatrie weiterentwickeln – mit Ausstrahlung über die Region hinaus.

Neue Zentrumsstruktur ab 2028

Ab 2028 organisiert die lups ihre Angebote in regionalen und fachspezifischen Zentren. Diese regionale Organisation mit stationären, intermediären (wie Tageskliniken) und aufsuchenden Angeboten sowie ambulanten Behandlungen innerhalb von einem Zentrum verfolgt das Ziel, möglichst konstante Bezugspersonen und einen guten Informationsfluss zu sichern, sodass Patient:innen ohne Brüche durch ihre Behandlung begleitet werden können.

Behandlungskontinuität reduziert Rückfälle, Zwangseinweisungen und Chronifizierung.

Forschung zur gemeindenahen Versorgung (Community Mental Health) zeigt klar, dass Behandlungskontinuität Rückfälle, Zwangseinweisungen und Chronifizierung reduziert. Die Nähe zum Lebensumfeld stärkt zudem nachhaltige Genesung. Psychische Erkrankungen finden im Alltag statt und eine regionale Organisation ermöglicht leichteren Zugang.

Die fachliche Spezialisierung der Zentren erlaubt eine auf das Krankheitsbild ausgerichtete Behandlung mit hoher Fachkompetenz.

Kleinere Führungsspannen – wenn also jede Führungskraft weniger direkte Mitarbeitende hat – entlasten die Führungskräfte.

«Die neue Organisationsstruktur schafft die Voraussetzungen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die hohe Behandlungsqualität langfristig zu sichern», betonte der CEO. Einheitliche Behandlungsstandards und effiziente Prozesse stärken die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch.

Kleinere Führungsspannen – wenn also jede Führungskraft weniger direkte Mitarbeitende hat – entlasten ferner die Führungskräfte, gleichzeitig steigern klare Entwicklungs- und Laufbahnmöglichkeiten die Attraktivität der lups als Arbeitgeberin. Davon profitieren laut Rémy Gasser auch die Patient:innen: «Sie müssen nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen wechseln. Das schafft mehr Kontinuität, stärkt die therapeutische Beziehung und erhöht die Wirksamkeit der Behandlung.»

Beitragsbild: Gemeinsam mit rund 100 Gästen feierte die Luzerner Psychiatrie AG ihr 20-jähriges Bestehen. (Foto: zvg)

   

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