
Durch seine ruhige und freundliche Präsenz schafft der Sozialhund eine besondere Atmosphäre. Wo medizinische Geräte und Therapien an ihre Grenzen stossen, kann der Kontakt zu einem Tier Ängste lindern, Stress reduzieren und Geborgenheit vermitteln. Die diplomierte Pflegefachfrau und Hundeführerin Christina Bucher ist mit Sozialhündin «Oriana» regelmässig als Sozialhundeteam im Spital Bülach.

Der Kontakt mit einem Sozialhund kann sich auf vielfältige Weise positiv auf Körper und Seele auswirken. Studien und die Erfahrungen im Spital Bülach zeigen, dass Begegnungen mit Hunden dabei helfen können, Stress und Angst abzubauen sowie Herzfrequenz und Blutdruck positiv zu beeinflussen.
Gleichzeitig kann der Hund die Stimmung aufhellen, Hoffnung schenken und die Motivation fördern, sich zu bewegen oder aktiv an therapeutischen Übungen teilzunehmen. Für viele Patient:innen bedeutet der Sozialhund ein Stück Normalität im herausfordernden Spitalalltag.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Patient:innen, sondern auch an ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden der Intensivstation. Gerade in emotional belastenden Situationen kann die Begegnung mit dem Sozialhund Ruhe, Trost und einen Moment der Entspannung schenken.
Die Sicherheit aller Beteiligten hat höchste Priorität. Das Sozialhundeteam ist speziell geschult und arbeitet nach klar definierten Hygienerichtlinien. Der Bereich der Spitalhygiene überwacht den Einsatz des Hundes. Er wird regelmässig tierärztlich untersucht, und vor und nach dem Besuch auf der Intensivstation gereinigt.
Die Hunde werden von der «Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Allschwil» ausgebildet. Nach der Grundausbildung absolvieren Hundeführer:innen mit dem Hund eine achtmonatige Ausbildung für spätere Einsätze im Sozialhundeteam. Im Zentrum dieser Ausbildung steht, den Hund «lesen» zu können. Er soll sich wohlfühlen, freiwillig arbeiten und zu nichts gezwungen werden.
Beitragsbild: Sozialhündin Oriana im Spital Bülach im Einsatz (Foto: zvg)