
Der Auftrag des Centre de Chirurgie Ambulatoire de Genève (CCAG) ist klar: «Patient:innen so schnell wie möglich zur Selbstständigkeit verhelfen». Ab dem 2. Juni bietet das CCAG den Patient:innen hochwertige ambulante Leistungen. Um dies zu erreichen, haben sich das Universitätsspital Genf (HUG) und die Hirslanden-Gruppe in einer öffentlich-privaten Partnerschaft zusammengetan (siehe auch den aktuellen Artikel von Muriel Chavaillaz: Genève inaugure le plus grand centre de chirurgie ambulatoire de Suisse).
Das Ziel? Die Kompetenzen aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor in einem wegweisenden Projekt zu bündeln und koordiniert und effizient auf die steigende Nachfrage im Bereich der ambulanten Chirurgie zu reagieren.
Das Centre de Chirurgie Ambulatoire de Genève ist eine private Aktiengesellschaft, die aus der Partnerschaft zwischen dem Universitätsspital Genf (HUG) und der Hirslanden-Gruppe hervorgegangen ist und sich zu gleichen Teilen im Besitz der beiden Gründergesellschaften befindet. Das CCAG bietet eine technische Ausstattung speziell für ambulante Operationen. Es verfügt über zehn Operationssäle, davon sechs für Standardoperationen mit Anästhesieärzt:innen und vier für einen sogenannten Schnellablauf für Patient:innen, die mit kurzen Eingriffen unter Lokalanästhesie vollständig von den Chirurg:innen versorgt werden können. Insgesamt werden jährlich rund 10 000 Patient:innen vor Ort in den meisten Fachbereichen der Chirurgie behandelt, darunter Viszeralchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie, Ophthalmologie, plastische Chirurgie, ORL, Hautchirurgie sowie Gynäkologie, Urologie und Schmerztherapie.
«Die ambulante Chirurgie ist eine grosse Chance für unser Gesundheitssystem, für eine bessere Versorgung, die sich stärker an den Bedürfnissen der Patient:innen orientiert», erklärt Robert Mardini, Generaldirektor des HUG. «Mit dem Centre de Chirurgie Ambulatoire de Genève gehen die HUG und die Hirslanden-Gruppe gemeinsam einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer ambulanten Medizin, die auf den Vorteilen des öffentlichen und privaten Sektors basiert. Von dieser synergetischen Zusammenarbeit wird die gesamte Bevölkerung der Region profitieren – in Bezug auf die Qualität der Behandlung, Innovation und Wirtschaftlichkeit.»
Das CCAG soll für die Hirslanden-Gruppe zu einem Schweizer Modell für öffentlich-private Partnerschaften werden.
Gilles Rufenacht, CEO der Hirslanden-Gruppe
Bei der ambulanten Chirurgie geht es um das Volumen: Die Abläufe müssen gut organisiert sein, damit eine kritische Masse erreicht wird und somit die Infrastruktur effizient genutzt werden kann. Mit der Zusammenarbeit zweier bedeutender Akteure entsteht eine Einheit, die dazu beiträgt, den notwendigen Übergang von der stationären zur ambulanten Versorgung voranzutreiben.
Auf einer Etage von 2800 m² verfügt das CCAG über zehn Operationssäle für alle Fachbereiche.
«Das CCAG soll für die Hirslanden-Gruppe zu einem Schweizer Modell für öffentlich-private Partnerschaften werden», betont Gilles Rufenacht, CEO der Hirslanden-Gruppe. «Wir antizipieren die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich seit mehreren Jahren durch den Aufbau von vollständig auf die ambulante Chirurgie ausgerichteten Zentren unter der Flagge OPERA.»
Die Optimierung der Operationszeiträume, die Standardisierung der Abläufe und die Einführung von Lösungen zur schnellen Rotation zwischen Fällen sind grosse Herausforderungen für ambulante Strukturen.
Ab dem 2. Juni 2026 führen das HUG und die Hirslanden Genf Eingriffe in allen ambulant angebotenen Fachbereichen der Chirurgie im CCAG durch, wie Viszeralchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie, Ophthalmologie, plastische Chirurgie, ORL, Hautchirurgie sowie Gynäkologie, Urologie und Schmerztherapie.
Diese Operationen werden ergänzt durch Eingriffe von selbstständigen Genfer Chirurg:innen, die für die Nutzung der Operationssäle des CCAG akkreditiert werden können.
Beitragsbild: Operationssaal im Centre de Chirurgie Ambulatoire de Genève (CCAG) (Foto: Muriel Chavaillaz)