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1. September 2026

ANQ-Qualitätsmessungen: Patientenerfahrung (PREMs) 2025

Erste Erhebung der Patientenerfahrung in der Akutsomatik

Im Herbst 2025 führte der ANQ zum ersten Mal eine nationale Erhebung der Patientenerfahrung in Schweizer Akutspitälern und -kliniken durch. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Sie machen die Patientenperspektive sichtbar und zeigen, dass die Patient:innen die erbrachten Gesundheitsleistungen insgesamt positiv erleben.

Die Ergebnisse der ersten landesweiten Erhebung der Patientenerfahrung basieren auf Rückmeldungen von knapp 47 000 erwachsenen Patient:innen. Sie stellten den Schweizer Akutspitälern und -kliniken ein positives Zeugnis aus. 76,6 Prozent der Teilnehmenden bezeichneten ihre allgemeine Erfahrung während des Spital- und Klinikaufenthalts als sehr gut und 76,5 Prozent würden das Spital auf jeden Fall weiterempfehlen.

Erste nationale Erhebung mit neuem Fragebogen

Der ANQ führte die nationale Erhebung der Patientenerfahrung (Patient-Reported Experience Measures PREMs) 2025 zum ersten Mal durch. Sie ist mit 33 Fragen deutlich umfassender als die frühere ANQ-Messung der Patientenzufriedenheit. Die Fragen behandeln die Bereiche Eintritt, Information, Beteiligung, Respekt, Organisation, neue Medikamente, Umgebung, Austritt und globale Zufriedenheit. Die Ergebnisse zeigen die Patientenperspektive und geben den Spitälern und Kliniken wichtige Informationen für die Qualitätsentwicklung im Rahmen einer patientenzentrierten Behandlung und Pflege. In der Akutsomatik findet die nächste nationale Befragung 2027 statt.

In den einzelnen Themenbereichen schnitten die Institutionen in Bezug auf Respekt und Information am besten ab. 89,4 Prozent der Befragten gaben an, dass sie von Ärzteschaft und Pflegepersonal immer mit Würde und Respekt behandelt wurden. 77,3 Prozent der Patient:innen fühlten sich während des Spitalaufenthalts gut informiert und gaben den Behandelnden Höchstnoten für ihre verständlichen Erklärungen und ihr aufmerksames Zuhören.

Rückmeldungen nach Spitaleintritten als Notfall fielen schlechter aus als nach geplanten Spitaleintritten.

Optimierungspotenzial rund um neue Medikamente sowie Ein- und Austritt

Im Themenbereich «Neue Medikamente» wurden die Patient:innen gefragt, wie häufig das Spitalpersonal den Zweck und die möglichen Nebenwirkungen von neuen Medikamenten erklärte. Auf einer vierstufigen Skala kreuzte fast ein Viertel der Antwortenden (24,2%) «manchmal» oder «nie» an. Zurückhaltendere Rückmeldungen gab es auch rund um den Ein- und Austritt. Bei den Fragen zum Spitalaustritt wählten 12,6 Prozent der Befragten eine der beiden tiefsten Antwortkategorien. Bei den Fragen zum Spitaleintritt waren es 9,2 Prozent.

Die älteren Patient:innen von geriatrischen Fachkliniken beurteilten ihre Erfahrungen kritischer als die übrigen Befragten.

Niedrigere Bewertungen bei Notfällen und in der Geriatrie

Die ANQ-Ergebnisse zeigen im Weiteren, dass die Patientenerfahrung davon abhängt, ob der Spitaleintritt als Notfall oder geplant erfolgt. So waren die Rückmeldungen von Notfall-Patient:innen in allen Themenbereichen weniger gut. Unterschiede gab es auch zwischen den Spitaltypen. Die älteren Patient:innen von geriatrischen Fachkliniken beurteilten ihre Erfahrungen kritischer als die übrigen Befragten.

Feedbackmöglichkeit für rund 166 600 Patient:innen

Befragt wurden alle erwachsenen, in der Schweiz wohnhaften Patient:innen, die zwischen dem 15. September und dem 15. November 2025 aus einem der 186 teilnehmenden Akutspitäler entlassen wurden. Sie füllten die Befragung nach ihrem Spitalaustritt online oder auf Papier aus. Insgesamt wurden 166 594 Fragebogen verschickt, der Rücklauf betrug 28,2 Prozent. Die Analyse basiert auf 46 923 auswertbaren Fragebogen.

Beitragsbild: Canva

   

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