
Beim Projekt (IN)Mouvances werden Handschuhe, Medikamente oder Strahlentherapie-Masken zu kreativem Material. In Collage-Workshops für die Betreuten der «Fondation OTIUM – soutien cancer» haben die Künstlerin Annika Jenni und der Berater für Kunst und Gesundheit, Ferdinando Miranda, einen Raum geboten, um Krankheitserfahrungen auf andere Weise auszudrücken, ohne sie erklären zu müssen.

«Ich musste mich anders als nur mit Worten ausdrücken», sagt Annika Jenni, selbst eine Krebsbetroffene. In einer Ausstellung bringen die Werke die Erfahrungen aus dem Privaten in die Öffentlichkeit. Das Projekt setzt sich zudem für einen höheren Stellenwert der Kunst in Gesundheitseinrichtungen ein. Ohne den Anspruch zu erheben, Behandlungen zu ersetzen, kann Kunst einen Raum schaffen, um Fragen und Erfahrungen einzubringen. «Das künstlerische Schaffen selbst wird so zu einem Raum der Heilung», betont Ferdinando Miranda.
Beitragsbild: Es geht nicht darum, medizinische Behandlungen durch Kunst zu ersetzen. (Foto: AxelProd Studio)