
Der physikalische Unterschied
Optische Systeme erfassen biometrische Rohdaten: Gesichtszüge, Körperprofil, Bewegungsverhalten. Das Generieren und auch das Löschen dieser Bilddaten gilt als Bearbeitung personenbezogener Daten. Bevor sie weitergegeben werden dürfen, müssen sie anonymisiert werden. Dieser Schritt ist technisch anspruchsvoll, fehleranfällig und kommt immer zu spät: Bis er geschieht, sind identifizierbare Daten bereits im System. Das ist technologisch unvermeidbar.
Radar funktioniert grundlegend anders. Der Sensor sendet unsichtbare Funkwellen aus und misst, wie sie zurückkommen. Daraus erkennt er Makrobewegungen, z.B. wo sich jemand befindet, wie schnell und in welche Richtung er sich bewegt, aber auch feinste
Mikrobewegungen wie Zittern oder Unruhe, welche auf Veränderungen im Befinden hinweisen können., wo sich jemand befindet, wie schnell und in welche Richtung er sich bewegt. Es entstehen keine Bilder, keine Gesichter, keine identifizierenden Merkmale lassen sich erkennen. Die Anonymität von Patienten, Personal und Besuchern muss nicht nachträglich fabriziert werden, sie liegt in der Technik selbst. Was gar nicht erst aufgezeichnet wird, kann auch nicht missbraucht werden.

Dignity by Design
QUMEA entwickelte das radarbasierte System in enger Zusammenarbeit mit der Universitären Altersmedizin Felix Platter. Der Ausgangspunkt war konkret: Patienten mit Delir brauchen engmaschiges Monitoring, reagieren aber besonders empfindlich auf das Gefühl, beobachtet zu werden. Genau bei kognitiv beeinträchtigten Menschen kann die Überwachung mit optischen Sensoren (Kameras, Infrarotlinsen etc.) klinisch kontraproduktiv sein. Radar wurde nicht als Kompromiss identifiziert, sondern als die medizinethisch korrekte Antwort auf eine sorgfältig gestellte klinische Frage. Pflegefachpersonen, Ärzteschaft, kantonaler Datenschutz und Ethikkommissionen haben die Entwicklung von Anfang an mitgetragen.
Und die Effekte sind deutlich: 26 klinische Studien und Evaluationen belegen konsistente Resultate. Die Sturzraten sinken im Schnitt um 74 Prozent. Und das Pflegepersonal gewinnt die Sicherheit, rechtzeitig handeln zu können – nicht erst im Nachhinein. Und das alles, ohne in die Privatsphäre von Patientinnen und Patienten einzugreifen. Unsere Befragung von über 800 Pflegemitarbeitenden in acht Ländern zeigt: Auch für das Personal ist der Schutz der Privatsphäre bei der Auswahl eines Überwachungssystems zentral. 94 Prozent stufen ihn als wichtig bis sehr wichtig ein, 69 Prozent sogar als sehr wichtig.
Die Prüfpflicht besteht. Die Technologie, die ihr standhält, ebenfalls.
Einrichtungen, die optische Systeme einsetzen oder evaluieren, müssen heute dokumentieren, warum kein verhältnismässigeres System verfügbar war. Wo radarbasiertes Monitoring denselben klinischen Nutzen erbringt, ist diese Frage beantwortet. Die
Entscheidung für Radar ist dann nicht nur ethisch naheliegend, sie ist regulatorisch geboten. Über 150 Institutionen in Europe setzen bereits auf QUMEA. Eine weitsichtige Entscheidung.
QUMEA macht verständlich, was im Pflegealltag verborgen bleibt. Bewegungsdaten werden in Echtzeit zu klaren, klinisch relevanten Erkenntnissen. Ohne Eingriff in die Privatsphäre. So entsteht Orientierung in komplexen Situationen. Pflegende wissen nicht nur, was gerade passiert – sondern auch, was passieren könnte. Das ist Foresight for Better Care.

QUMEA AG
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