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3. November 2023

Statistik

Veränderungen bei den psychischen Belastungen

Die Schweizerische Gesundheitsbefragung findet alle fünf Jahre statt seit 1992. Nun hat das BFS die Ergebnisse der siebten Erhebung publiziert, die 2022 durchgeführt wurde. Es zeigt sich, dass die psychischen Belastungen gegenüber 2017 zugenommen haben.

2022 fühlten sich 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren gesund und 83 Prozent glücklich. Gleichzeitig lebt mehr als ein Drittel mit einem dauerhaften Gesundheitsproblem. Die psychischen Belastungen haben gegenüber 2017 zugenommen. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen, im speziellen die jungen Frauen.

18 Prozent der jungen Frauen litten im letzten Jahr unter Angststörungen.

Der Anteil der Rauchenden ist von 27 Prozent (2017) auf 24 Prozent gesunken. Alternative Produkte wie E-Zigaretten werden besonders von jungen Erwachsenen konsumiert. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern verringert sich zunehmend. Dagegen nehmen die sozialen Unterschiede zu: Der Anteil der Rauchenden ist bei Personen ohne Tertiärbildung deutlich höher. 

43 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren sind übergewichtig oder adipös.

Statistik, BFS, Gesundheitsbefragung

Beeinträchtigte psychische Gesundheit bei den Jüngeren

Die Bevölkerung ab 15 Jahren empfand auch 2022 überwiegend positive Gefühle und fühlte sich immer oder meistens «ruhig, ausgeglichen und gelassen» (80%) oder «glücklich» (83%). Dennoch ist eine Zunahme der psychischen Belastung zu verzeichnen. Der Anteil der mittel oder stark Betroffenen ist gegenüber 2017 von 15 auf 18 Prozent gestiegen. Besonders hoch ist die psychische Belastung 2022 bei den 15- bis 24-jährigen (22%) und hier vor allem bei den Frauen: 9 Prozent sind stark und weitere 20 Prozent mittel psychisch belastet. 18 Prozent der jungen Frauen litten im letzten Jahr unter Angststörungen.

Stabilisierung des Anteils der Übergewichtigen

43 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren sind übergewichtig oder adipös. Männer haben deutlich öfter Übergewicht als Frauen, bei der Adipositas bestehen kaum Unterschiede. Die langfristige Zunahme von Übergewicht und Adipositas hat sich nach einem raschen Wachstum von 1992 bis 2012 verlangsamt. Adipositas hat seither nur noch leicht zugenommen (von 10% auf 12%), Übergewicht stagniert (31%).

Regelmässiger Alkoholkonsum geht weiter zurück

Männer trinken häufiger und mehr Alkohol als Frauen: 65 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen geben an, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu trinken. Seit 1992 ist der Anteil der Personen, die täglich Alkohol konsumieren, sowohl bei den Männern (von 30% auf 12%) als auch bei den Frauen (von 11% auf 5%) um gut die Hälfte zurückgegangen. Der Trend zu einem verändertem Konsumverhalten hält an: Die Bevölkerung trinkt tendenziell seltener Alkohol, dafür bei den sich bietenden Gelegenheiten insgesamt mehr. 11 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer betrinken sich mindestens einmal pro Monat.

Beitragsbild: Canva.com

   

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