
Die neue Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation verfügt über 18 Plätze für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die im Arbeitsleben vor besonderen Herausforderungen stehen. Das Angebot eignet sich sowohl für Patient:innen, die über ein bestehendes Arbeitsverhältnis verfügen und aufgrund ihrer Erkrankung nur eingeschränkt belastbar sind, als auch für Personen, bei denen eine berufliche Eingliederung bzw. Wiedereingliederung nach einer länger andauernden psychischen Erkrankung bisher nicht gelungen ist.
Das Behandlungsprogramm verbindet psychiatrisch-psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapien mit arbeitstherapeutischen Einsätzen. «Dies ermöglicht es den Patient:innen, Fertigkeiten auszubauen und zu stärken, neu erlernte Strategien anzuwenden und die Belastbarkeit direkt im Arbeitsalltag zu erproben und aufzubauen», sagt Christina Häfliger, Leitende Psychologin und Leiterin der Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation.
Die Patient:innen werden dabei von einem interdisziplinären Team aus Psychiatrie, Psychotherapie, Pflege, Ergotherapie und Sozialarbeit unterstützt. Bei Bedarf können Arbeitgeber, Versicherungen und weitere beteiligte Fachpersonen einbezogen werden. Das Programm dauert in der Regel vier bis sechs Monate und findet an drei bis fünf Tagen pro Woche statt.
Die arbeitstherapeutischen Einsätze können psychiatrisch begleitet beim eigenen Arbeitgeber oder in der Produktion Neubrugg der Stiftung Brändi in Sursee stattfinden. Erfahrene Arbeitsagog:innen stehen den Patient:innen während der Einsätze zur Seite. Brändi verfügt über langjährige Erfahrung in der beruflichen Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen.
David Winterberg, Unternehmensleiter Brändi Produktion Neubrugg, sieht in der Zusammenarbeit mit der lups einen wichtigen Mehrwert: «Die Zusammenarbeit mit Peers gibt Mut, Stigmata können reflektiert werden und der arbeitstherapeutische Einsatz unter agogischer Begleitung begünstigt Erfolgserlebnisse. Ich bin überzeugt, dass sich dies positiv auf den Genesungsprozess von Patient:innen auswirkt.»
Die Luzerner Psychiatrie AG und die Stiftung Brändi arbeiten in der psychiatrischen Arbeitsrehabilitation zusammen (auf dem Foto v.l.n.r.): Fabienne Frei, Fachverantwortliche Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation der lups; David Winterberg, Unternehmensleiter Produktion Neubrugg Brändi; Christina Häfliger, Leitende Psychologin, Leitung Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation der lups; Thomas Galope, Gruppenleiter Fertigung Brändi Neubrugg; Anna Nater, Leitende Ärztin und Chefärztin-Stellvertreterin Ambulante Dienste der lups; Barbara Treier, Fachlead Berufliche Integration Brändi Neubrugg