Universitätsspital Basel reduziert die Arbeitszeit der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte Canva
Aktuelles
Competence Readtime2 min
6. Oktober 2026

Arbeitssituation junger Ärzt:innen

Universitätsspital Basel reduziert die Arbeitszeit der Assistenzärzt:innen

Das Universitätsspital Basel (USB) reduziert die Wochenarbeitszeit der Assistenzärzt:innen ab dem 1. Januar 2027 von 46 auf 45 Stunden (+4 Stunden Weiterbildungszeit). In Pilotkliniken testet das USB, wie die Arbeitszeitreduktion in unterschiedlichen Fachbereichen nachhaltig umsetzbar ist und prüft gleichzeitig, ob weitere Arbeitszeitreduktionen möglich sind.

Wer im aktuellen Umfeld qualifizierte Ärzt:innen gewinnen und halten will, muss langfristig tragfähige Arbeitsbedingungen schaffen. Das Universitätsspital Basel (USB) stand dazu in gutem Austausch mit dem Verband der Schweizer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzten beider Basel (VSAO Basel).

Das USB bietet jährlich über 1000 Aus- und Weiterbildungsplätze für die medizinischen Fachkräfte von morgen.

Die Spitalleitung hat in einem ersten Schritt eine Reduktion der Wochenarbeitszeit für Assistenzärzt:innen um 1 Stunde beschlossen. Der Verwaltungsrat hat den Entscheid am 22. September 2026 genehmigt. 

Verantwortung als eines der grössten Lehrspitäler der Schweiz 

Das USB bietet jährlich über 1000 Aus- und Weiterbildungsplätze für die medizinischen Fachkräfte von morgen. Zahlreiche junge Ärzt:innen absolvieren einen wesentlichen Teil ihrer Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt am USB.

Die Reduktion administrativer Aufgaben für Ärzt:innen schafft Freiräume, um die Arbeitszeit von Assistenzärzt:innen zu reduzieren.

Dr. med. Rakesh Padiyath, CEO Universitätsspital Basel (USB)

«Die Ärzt:innen, die heute bei uns lernen, versorgen morgen die Bevölkerung. In Zeiten von Fachkräftemangel wollen wir sie möglichst von administrativen Arbeiten entlasten. Die Effizienzgewinne geben mehr Freiräume, die wir für die Behandlung der Patient:innen und für die Reduktion der Arbeitszeit der Assistenzärzt:innen am USB einsetzen», sagt Spitaldirektor Dr. med. Rakesh Padiyath. 

Entlastung dank Prozessoptimierung 

Die Reduktion soll durch gezielte Prozessoptimierungen ermöglicht werden, ohne zusätzliche Belastungen auf Oberärzt:innen oder andere Berufsgruppen zu verlagern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitalisierung: Wo administrative Aufgaben vereinfacht und Abläufe digital unterstützt werden, gewinnen Ärzt:innen Zeit für ihre Patient:innen und für ihre Weiterbildung.

Zukunftsfähig aufgestellt 

Mit diesem Entscheid setzt das USB ein wichtiges Signal für die Arbeitssituation junger Ärzt:innen. Über eine mögliche weitere Reduktion der Arbeitszeit entscheidet das USB auf Basis der Erfahrungen aus der Umsetzung.

Beitragsbild: Canva

   

Bleiben Sie informiert über aktuelle Themen mit unserem monatlichen Newsletter