
Wer im aktuellen Umfeld qualifizierte Ärzt:innen gewinnen und halten will, muss langfristig tragfähige Arbeitsbedingungen schaffen. Das Universitätsspital Basel (USB) stand dazu in gutem Austausch mit dem Verband der Schweizer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzten beider Basel (VSAO Basel).
Die Spitalleitung hat in einem ersten Schritt eine Reduktion der Wochenarbeitszeit für Assistenzärzt:innen um 1 Stunde beschlossen. Der Verwaltungsrat hat den Entscheid am 22. September 2026 genehmigt.
Das USB bietet jährlich über 1000 Aus- und Weiterbildungsplätze für die medizinischen Fachkräfte von morgen. Zahlreiche junge Ärzt:innen absolvieren einen wesentlichen Teil ihrer Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt am USB.
Die Reduktion administrativer Aufgaben für Ärzt:innen schafft Freiräume, um die Arbeitszeit von Assistenzärzt:innen zu reduzieren.
Dr. med. Rakesh Padiyath, CEO Universitätsspital Basel (USB)
«Die Ärzt:innen, die heute bei uns lernen, versorgen morgen die Bevölkerung. In Zeiten von Fachkräftemangel wollen wir sie möglichst von administrativen Arbeiten entlasten. Die Effizienzgewinne geben mehr Freiräume, die wir für die Behandlung der Patient:innen und für die Reduktion der Arbeitszeit der Assistenzärzt:innen am USB einsetzen», sagt Spitaldirektor Dr. med. Rakesh Padiyath.
Die Reduktion soll durch gezielte Prozessoptimierungen ermöglicht werden, ohne zusätzliche Belastungen auf Oberärzt:innen oder andere Berufsgruppen zu verlagern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitalisierung: Wo administrative Aufgaben vereinfacht und Abläufe digital unterstützt werden, gewinnen Ärzt:innen Zeit für ihre Patient:innen und für ihre Weiterbildung.
Mit diesem Entscheid setzt das USB ein wichtiges Signal für die Arbeitssituation junger Ärzt:innen. Über eine mögliche weitere Reduktion der Arbeitszeit entscheidet das USB auf Basis der Erfahrungen aus der Umsetzung.
Beitragsbild: Canva