
Der vorliegende Obsan-Bericht zum Pflege- und Betreuungspersonal aktualisiert die Prognosen zur Entwicklung des Angebots und des Nachwuchsbedarfs. Um die Schätzungen hinsichtlich des Berufsaustritts und des verfügbaren Nachwuchses zu verfeinern, berücksichtigt das Modell neu auch eine Analyse der Karriereverläufe von Absolvent:innen im Bereich Pflege und Betreuung.
Unmittelbar nach dem Abschluss üben 75 Prozent der Pflegeabsolvent:innen auf Tertiärstufe ihren Beruf in einer Gesundheitsinstitution aus. Im Alter von 40 Jahren sinkt dieser Anteil auf rund 47 Prozent. Auf Sekundarstufe II beträgt der Anteil der Absolvent:innen, die direkt nach dem Abschluss in einer Gesundheitsinstitution arbeiten, 60 Prozent (EBA) bzw. 51 Prozent (EFZ). Im Alter von 40 Jahren arbeiten 22 Prozent der Personen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II in einer Gesundheitsinstitution.
Tertiärstufe: Pflege mit Spezialisierung, Pflege (Bachelor FH und höhere Fachschule (HF)), Fachmann/-frau Langzeitpflege und -betreuung, Fachmann/-frau psychiatrische Pflege und Betreuung
Sekundarstufe II mit EFZ: Fachmann/-frau Gesundheit (FaGe), Fachmann/frau Betreuung (FaBe) (Fachrichtungen «generalistische Ausbildung» und «Menschen im Alter»
Sekundarstufe II mit EBA: Assistent/-in Gesundheit und Soziales (AGS)
Andere und ohne Ausbildung: Pflegehelfer/-in, andere Ausbildungen, ohne Ausbildung
Die Ergebnisse zeigen insbesondere, dass die Ausbildungstätigkeit in der Schweiz im Zeitraum 2024-2033 je nach Szenario zwischen
des Nachwuchsbedarfs decken könnte. Dieser Deckungsgrad dürfte sich jedoch dank der im Rahmen der Ausbildungsoffensive vorgesehenen Massnahmen erhöhen, die im Anschluss an die Pflegeinitiative umgesetzt wurden.
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