Medizinprodukte, Swissmedic-Inspektionsbericht 2025, CANVA
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14. August 2026

Sicht von H+

Medizinprodukte

Swissmedic-Bericht zu den Spitalinspektionen

H+ nimmt den Swissmedic-Bericht zu den Spitalinspektionen 2025 im Bereich Medizinprodukte zur Kenntnis und nimmt die festgestellten Mängel ernst. Die im Bericht beschriebenen Abweichungen zeigen, dass in allen Bereichen weiterhin Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig hält H+ fest, dass die Patientensicherheit nicht generell gefährdet ist und die Spitäler und Kliniken tagtäglich mit grossem Engagement daran arbeiten, eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.

Swissmedic stellt nach vierjährigem Inspektionszeitraum fest, dass auch 2025 in allen Bereichen (Zentralsterilisation, Aufarbeitung Endoskope, Instandhaltung Medizinprodukte und Materiovigilance) noch kein Trend zu einer signifikanten Qualitätsverbesserung erkennbar ist. Zugleich zeigt der Bericht aber auch, dass Spitäler vermehrt, bereits im Vorfeld der Inspektionen ihre Ausgangslage analysiert und erste Massnahmen zur Qualitätsverbesserung eingeleitet haben.

Verbesserungen im Bereich Medizinprodukte setzen Zeit, Ressourcen und geeignete Rahmenbedingungen voraus.

Zudem anerkannte Swissmedic im letztjährigen Bericht bereits, dass einige Spitäler mit vorbildlichen Strukturen und wirksamen Qualitätsmanagementsystemen (QMS) unterwegs sind und als Vorreiter für andere Spitäler fungieren können. H+ begrüsst diese Entwicklung ausdrücklich und betont gleichzeitig, dass Verbesserungen im Bereich Medizinprodukte nicht kurzfristig erreicht werden können, sondern Zeit, Ressourcen und geeignete Rahmenbedingungen voraussetzen.

H+ begrüsst, dass Swissmedic neben der Aufsicht verstärkt auf gemeinsame Leitlinien im Sinne einer guten Praxis setzt und diese gemeinsam mit Fachorganisationen und Spitalvertretungen weiterentwickelt.

Aktuelle und geplante gemeinsame Leitlinien

Mit der Schweizerischen Guten Praxis für die Instandhaltung von Medizinprodukten (Frühjahr 2025), der Schweizerischen Guten Praxis zur Aufbereitung von flexiblen, thermolabilen Endoskopen (September 2025) und der Schweizerischen Guten Praxis der Materiovigilance im Spital (April 2026) wurden wichtige Grundlagen für mehr Klarheit und Einheitlichkeit geschaffen.

Für das 2. Halbjahr 2026 sind mit der Schweizerischen Guten Praxis der Materiovigilance in der In-vitro-Diagnostik und der Schweizerischen Leitlinie für die Validierung von Verpackungsprozessen zwei weitere Leitlinien geplant, die bestehende Lücken gezielt schliessen.

Neben der Mitarbeit an Leitlinien engagiert sich H+ auch in weiteren Formen der Zusammenarbeit mit Swissmedic. So wurde u.a. die erste gemeinsame ERFA-Tagung zur Materiovigilance im Januar 2026 erfolgreich durchgeführt und wird künftig regelmässig gemeinsam organisiert (siehe auch Qualität anhand von Lernbeispielen gemeinsam verbessern).

Beitragsbild: Canva

   

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