Stadt Luzern und Kapellbrücke, Canva Symbolbild für Kanton Luzern
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18. August 2026

Spitallandschaft der Zukunft

Kanton Luzern

Förderung einer integrierten Gesundheitsversorgung

Weitermachen wie bisher ist keine Option: Der Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung müssen jetzt angegangen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Zugleich treibt der Kanton Luzern die integrierte Gesundheitsversorgung voran.
Competence Michaela Tschuor

Autorin

Dr. iur.

Michaela Tschuor

Regierungsrätin, Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartementes, Kanton Luzern

gesundheit.soziales@lu.ch

Der Kanton Luzern treibt zusammen mit den verschiedensten Leistungserbringern die integrierte Gesundheitsversorgung voran. Diese umfasst die Prävention und Gesundheitsförderung, die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung, die Langzeitpflege sowie die palliative Begleitung. Sie ermöglicht die Koordination und Durchlässigkeit der Angebote und Leistungen. Die Vernetzung der Leistungserbringenden und Fachpersonen über den gesamten Behandlungspfad hinweg sowie die strukturierte und verbindliche Zusammenarbeit steigern die Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung.

Mit seinem Förderprogramm unterstützt der Kanton Luzern Projekte finanziell und ideell, in denen verschiedene Leistungserbringende in einem integrierten Versorgungsmodell enger zusammenarbeiten.

Basis des integrierten Versorgungssystems bilden regionale Gesundheitsnetzwerke und -zentren. Dabei arbeiten z. B. Hausarztpraxen, Spitex, Pflegeheime und Spitäler eng zusammen. Anstelle von vielen hochqualifizierten Einzelkämpfenden werden neu Versorgungsteams und Netzwerke gefördert und unterstützt.

Patient:innen in Zentrum

Im Zentrum steht dabei der Nutzen für die Patient:innen. Von den Vorzügen der integrierten Gesundheitsversorgung profitieren insbesondere chronisch und mehrfach erkrankte Personen, die auf ihrem Behandlungspfad mit vielen Fachpersonen in Kontakt kommen. Sie merken die bessere Zusammenarbeit vor allem dort, wo ihre Behandlung über mehrere Stationen hinweg zwischen stationären und ambulanten Leistungen koordiniert wird – so z. B. beim Übergang vom Spital nach Hause oder in eine Rehabilitations- oder Pflegeeinrichtung.

Um die «Silo-Mentalität» aufzubrechen, braucht es finanzielle Anreize zur Zusammenarbeit, funktionierende Informationsflüsse und eine gemeinsame Haltung.

Die integrierte Gesundheitsversorgung bietet Chancen für die Leistungserbringenden, Fachpersonen und die breite Öffentlichkeit: Innovative integrierte Versorgungsmodelle tragen dazu bei, attraktive Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und bestehende Berufsrollen weiterzuentwickeln. Sie erhöhen die Effizienz und Qualität der Versorgung und setzen die vorhandenen Ressourcen im System optimal ein.

Drei Hebel gegen die «Silo-Mentalität»

Um die «Silo-Mentalität» aufzubrechen, braucht es finanzielle Anreize zur Zusammenarbeit, funktionierende Informationsflüsse und eine gemeinsame Haltung. Mit seinem Förderprogramm unterstützt der Kanton Luzern Projekte finanziell und ideell, in denen verschiedene Leistungserbringende in einem integrierten Versorgungsmodell enger zusammenarbeiten. In der ersten Förderrunde, die zwischen Januar und März 2026 dauerte, wurden 19 Projekte eingereicht und geprüft. In einem ersten Schritt konnten sieben Projekte (ein Projekt mit Vorbehalt) gefördert werden. Und bereits läuft die zweite Förderrunde, die noch bis Ende August dauert. Wir sind überzeugt, dass wir dann weitere gute Projekte bewilligen können, welche die integrierte Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern voranbringen.

Beitragsbild: Stadt Luzern mit Kapellbrücke (Foto: Canva)

   

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