
Nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder bei einer schweren Erkrankung durchlaufen Betroffene zahlreiche Stationen – von der Akutbehandlung über die Rehabilitation bis zurück ins häusliche Umfeld. Damit dieser Weg gelingt, braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Akteure. Nur so kann das Ziel einer integrierten Versorgung erreicht werden: Nämlich, dass Patient:innen ihre Behandlung als zusammenhängenden Prozess statt als Abfolge einzelner Leistungen erleben.
Die Klinikgruppe Valens gestaltet ihre Versorgung daher konsequent entlang einer durchgängigen, sektorenübergreifenden Patient Journey. Grundlage ist ein strukturiertes Netzwerk mit Akutspitälern, niedergelassenen Ärzt:innen, Sozialdiensten, Versicherern und weiteren Partnern. Systematisches Partnermanagement mit Fachdialogen, persönlichen Besuchen, Zuweiseranlässen etc. schafft die Basis für die koordinierte Zusammenarbeit.
Unterstützt wird dies durch standardisierte Aufnahme- und Übergangsprozesse. Rehakoordinator:innen und professionelles Kostengutsprachemanagement sorgen dafür, dass Patient:innen rasch in die passende Rehaklinik gelangen. Als «Orchestrator» fungiert der Patientencoach, der die Patient:innen auf dem gesamten Rehapfad begleitet und die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie externe Schnittstellen koordiniert.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Kontinuität über den Klinikaufenthalt hinaus: Angehörige, Spitex-Organisationen und weitere Anschlussinstitutionen werden frühzeitig einbezogen. Digitale Angebote wie Valens Casa unterstützen die Nachsorge und erleichtern den Übergang zurück in den Alltag.
Patientencoach als verbindendes Element
Eine besondere Rolle im Versorgungsmodell der Klinikgruppe Valens übernimmt der Patientencoach. Er begleitet Patient:innen während des gesamten Rehabilitationsprozesses als konstante Ansprechperson.
Der Patientencoach koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Medizin, Pflege, Therapie und Sozialarbeit und sorgt gleichzeitig für die Abstimmung mit externen Partnern. Dadurch entstehen weniger Informationsverluste an Schnittstellen, Entscheidungen können schneller getroffen und individuelle Bedürfnisse besser berücksichtigt werden.
Nicht einzelne Disziplinen stehen im Vordergrund, sondern die koordinierte Begleitung eines Menschen über den gesamten Behandlungspfad hinweg.
Für Patient:innen bedeutet dies mehr Orientierung und Sicherheit. Sie wissen jederzeit, an wen sie sich wenden können und erleben ihren Rehabilitationsweg als zusammenhängenden Prozess statt als Abfolge einzelner Leistungen.
Das Modell zeigt exemplarisch, wie integrierte Versorgung in der Praxis funktioniert: Nicht einzelne Disziplinen stehen im Vordergrund, sondern die koordinierte Begleitung eines Menschen über den gesamten Behandlungspfad hinweg. Damit wird der Patientencoach zu einem zentralen Bindeglied zwischen den beteiligten Berufsgruppen, Institutionen und Versorgungsstufen.
Outcome-Messungen, Patientenzufriedenheitsbefragungen und nationale Benchmarks zeigen, das standardisierte Prozesse und digitale Lösungen eine effiziente Leistungserbringung ermöglichen. Die Erkenntnisse fliessen über Feedbacksysteme, Reportingstrukturen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse laufend in die Weiterentwicklung des Versorgungsmodells ein.
Dass die Klinikgruppe Valens mit 6 Sternen nach der European Foundation for Quality Management (EFQM) ausgezeichnet wurde, bestätigt diesen Weg: Integrierte Versorgung basiert auf klaren Strukturen, gelebter Zusammenarbeit und einer konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen der Patient:innen.
Beitragsbild: Der/die Patientencoach/in übernimmt im Versorgungsmodell der Klinikgruppe Valens eine besondere Rolle. (Foto: zvg)