
Bislang galt für Assistenzärzt:innen eine Soll-Arbeitszeit von 50 Stunden pro Woche. Ab September 2026 umfasst im Spital Affoltern die reguläre Soll-Arbeitszeit der betroffenen Berufsgruppe pro Woche 42 Stunden klinische Tätigkeit sowie 4 Stunden strukturierte Weiterbildung.
Faire und zeitgemässe Arbeitsbedingungen für junge Nachwuchskräfte sind zentral, wenn wir wollen, dass in unseren Spitälern gut ausgebildete, gesunde und motivierte Assistenzärzt:innen arbeiten.
Markus Minder, Ärztlicher Direktor des Spitals Affoltern und Co-Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin und Palliative Care
Mit dem Modell 42+4 reagiert das Spital Affoltern auf die hohen Anforderungen an die Assistenzärzt:innen und die Erwartungen des medizinischen Nachwuchses an moderne Arbeitsbedingungen. Das Modell wurde schweizweit bereits von verschiedenen Spitälern eingeführt (siehe auch Spital Uster: 42+4h Arbeitszeit pro Woche für Assistenzärzt:innen). Die 42+4-Arbeitswoche soll Überlastungen vorbeugen, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern sowie die Patientensicherheit fördern.
«Faire und zeitgemässe Arbeitsbedingungen für junge Nachwuchskräfte sind zentral, wenn wir wollen, dass in unseren Spitälern gut ausgebildete, gesunde und motivierte Assistenzärzt:innen arbeiten. Bei zunehmendem Fachkräftemangel bei Ärzt:innen ist das 42+4-Modell ein wichtiger Faktor dafür, dass junge Nachwuchskräfte im Beruf verbleiben und wir die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung auch in Zukunft aufrechterhalten können», hält Markus Minder, Ärztlicher Direktor des Spitals Affoltern und Co-Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin und Palliative Care, fest.
Irene Christen, CEO des Spitals Affoltern, fasst zusammen: «Mit der Einführung der 42+4-Arbeitswoche investieren wir gezielt in die Zufriedenheit unserer Assistenzärzt:innen und stärken gleichzeitig unsere Position als attraktiven Arbeitgeber.»
Die Umsetzung des Modells erfordert Veränderungen in der Dienstplanung. Ebenso sollen laufende und kommende Massnahmen zur Effizienzsteigerung, wie die Optimierung von Systemen und Nutzung neuer Technologien dazu führen, dass die Personalkosten trotz Umsetzung von 42+4 stabil gehalten werden können.
Beitragsbild: zvg, Spital Affoltern