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7. April 2026

Focus Absentismus

H+ Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS)

Damit die Ausfalltage in den Spitälern weiter sinken

Die Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von H+ unterstützt die Spitäler und Kliniken darin, ihre Mitarbeitenden vor Krankheit und Unfall zu schützen. 
Competence Sarah Fogal

Autorin

Sarah Fogal

Redaktionelle Koordination Competence

sarah.fogal@hplus.ch

Während und nach der COVID-19-Pandemie waren die Herausforderungen insbesondere in den Spitälern und Kliniken gross und mannigfaltig. Die Ausfalltage wegen Krankheit (siehe auch Grafik unten) nahmen in den Folgejahren stark zu. Die Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) von H+ Ihre Spitäler unterstützt die Spitäler und Kliniken dabei, den Trend abzuwenden. So sinken die Ausfalltage seit 2023 leicht, wie der Jahresbericht 2024 der ASGS aufzeigt. Auskunft zu den Massnahmen, die Spitäler und Kliniken ergreifen können, gibt Thomas Nyffenegger, Leiter der Branchenlösung.

Etwa drei Viertel der Betriebe setzen auf Anlaufstellen bei Stress und psychischen Problemen.

Thomas Nyffenegger, Leiter Branchenlösung Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz (ASGS), H+ Ihre Spitäler

Welche Massnahmen unternehmen Betriebe, um Nichtberufsunfälle (NBU) und Krankheiten zu vermeiden, soweit dies durch die Spitäler möglich ist?

Auf die aktuelle Frage, ob eine spezifische Stelle existiert, die Aufgaben zur Prävention übernimmt, zeigt sich, dass nur rund 15 Prozent keine spezifische Stelle mit Präventionsaufgaben benannt haben. Knapp die Hälfte der Betriebe verankert diese Aufgaben im internen HR, während gut die Hälfte eine:n Sicherheitskoordinator:in oder eine andere interne Fachstelle damit betraut. Eine sehr kleine Minderheit greift zusätzlich auf externe Fachpersonen zurück. Bei den konkret umgesetzten Massnahmen wird deutlich, dass ein grosser Teil der Spitäler und Kliniken aktiv in die Prävention von Nichtberufsunfällen investiert. Gut zwei Drittel der Betriebe fördern die körperliche Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, etwa über Fitnessangebote, «bike to work», Walkinggruppen oder Rückenfit. Mehr als die Hälfte verfügt zudem über ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Rund ein Drittel der Betriebe setzt auf Präventionskampagnen, ein weiteres Drittel nutzt interne Newsletterbeiträge zur Sensibilisierung.

Insgesamt blieben 2024 die Werte auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, wobei die Ausfalltage tendenziell leicht abnahmen.

Gibt es weitere Massnahmen, die Spitäler und Kliniken ergreifen, um konkret Krankheitsausfälle zu vermeiden?

Etwa drei Viertel der Betriebe setzen auf Anlaufstellen bei Stress und psychischen Problemen. Gut zwei Drittel fördern Teamevents zur Stärkung des Teamspirits und führen systematische Rückkehrgespräche nach Mittel- und Langzeitabsenzen durch. Ungefähr die Hälfte der Betriebe unterstützt eine gesunde Ernährung, bietet flexible Arbeitszeiten oder hohe Mitwirkungsmöglichkeiten bei Dienstplänen an und verfügt über ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Bei der Angabe der weiteren Massnahmen zur Vermeidung von Krankheitsausfällen zeigt sich, dass zahlreiche Einrichtungen ihre Prävention über die standardisierten Optionen hinaus weiter ausbauen. Genannt werden unter anderem Angebote wie Yoga, ChiGong, Rauchstopp-Programme, e-Learning zu Stressmanagement und Resilienz, zertifizierte rauchfreie Kliniken sowie vielfältige Angebote im Bereich psychische Gesundheit und Sozialberatung.

Nach einem Anstieg nach der COVID-Pandemie, sind die Ausfalltage seit 2022 wieder leicht am Sinken. (Grafik: H+ Ihre Spitäler)

Die Branchenlösung wertet auch die Ausfalltage aus. Wie sieht es für das Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr aus?

Die Auswertung der Ausfalltage pro Vollzeitäquivalent zeigt 2024 im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Arbeitsausfälle: Der Median über alle Betriebe sank von 14,0 auf 13,2 Tage pro VZÄ, was einer Abnahme um rund 6 Prozent entspricht. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den meisten Betriebstypen: In den Akutspitälern (−7%), in der Rehabilitation (−5%) und besonders in der Langzeitpflege (−11%) gingen die medianen Ausfalltage zurück, während die Psychiatrie einen moderaten Anstieg (+6%) verzeichnete. Insgesamt blieben also 2024 die Werte auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, wobei die Ausfalltage tendenziell leicht abnahmen. So nahmen insbesondere die krankheitsbedingten Ausfalltage für das medizinisch therapeutische Personal und das Hausdienstpersonal klar ab, während sich bei den Ärzt:innen und beim Pflegepersonal die Anzahl dieser Ausfälle weniger stark verringerte. Insbesondere bei den Sozialdiensten war jedoch 2024 ein Anstieg um durchschnittlich 2,4 Ausfalltage feststellbar. Diese sind vor allem auf vermehrte krankheitsbedingte Ausfalltage zurückzuführen.

Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von H+ Ihre Spitäler

Das Ziel der Branchenlösung ist eine nachhaltige Um­setzung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) im Betrieb und damit: Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften Senkung der Arbeitsausfälle Senkung der Sicherheitsrisiken Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Mit der H+ Branchenlösung erhalten die angeschlossenen Betriebe Hilfsmittel an die Hand, um ihren gesetzlichen Pflichten nachzukommen und ihre Arbeitnehmenden zu schützen.

Mehr Infos: www.hplus.ch/de/arbeitssicherheit

Beitragsbild: Canva

   

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