Im Universitätsspital Genf (HUG) stellt Absentismus eine grosse Herausforderung dar. Angesichts einer aktuellen Absenzenquote von 10,5 Prozent hat sich die Personalabteilung ein klares Ziel gesetzt: diese Zahl bis 2026 um einen Prozentpunkt zu senken. «Wenn man in einer Organisation dieser Grösse von einem Prozent spricht, geht es um mehrere Millionen Franken», sagt Robert Tanner, Leiter der Personalabteilung des HUG.

Die Gründe für die Ausfälle sind ebenso vielfältig wie die unterschiedlichen Mikrokulturen. Um wirksam zu handeln, setzt das HUG auf einen praxisorientierten Ansatz: In Workshops kommen die Teams zusammen, um die Ursachen für Arbeitsausfälle zu ermitteln und auf den jeweiligen Kontext zugeschnittene Lösungen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt dieser Strategie steht die Rolle des Managements. «Der wichtigste Hebel, um Ausfälle zu reduzieren, ist gute Führung», sagt Robert Tanner. Das HUG plant, eine Leadership-Akademie zu gründen, um eine Führungskultur zu fördern, die auf Zuhören und Unterstützung basiert. Auch will das HUG die Präsenz derjenigen stärker wertschätzen, die nicht ausfallen und den Klinikbetrieb stets am Laufen halten.