Berner Oberland, 4+-Regionen-Modell, fmi und Spital STS
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20. Januar 2026

Integrierte Versorgung

Spitäler fmi AG und Spital STS AG stärken ihre Zusammenarbeit weiter

Ende letzten Jahres haben die beiden Verwaltungsräte der Spitäler fmi AG und der Spital STS AG vereinbart, ihre Zusammenarbeit weiter zu stärken. Die Teilstrategie «Integrierte Versorgung» sieht vor, dass im Kanton Bern die Gesundheitsversorgung künftig in 4+-Regionen organisiert ist. So auch im Berner Oberland, mit der Spitäler fmi AG und der Spital STS AG.

Im Rahmen der Teilstrategie «Integrierte Versorgung» der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern mit dem 4+-Regionen-Modell sollen die Spitäler in ihrer Versorgungsregion eine führende Rolle übernehmen. Das tun nun die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG, indem sie in verschiedenen Netzwerken die Kooperation ausbauen. Das haben die beiden Verwaltungsräte der Berner Oberländer Spitalgruppen Ende letzten Jahres entschieden. 

Das 4+-Regionen-Modell

In der Teilstrategie «Integrierte Versorgung» sieht der Regierungsrat des Kantons Bern die kantonale Gesundheitsversorgung künftig in 4+-Regionen organisiert. In jeder Region sollen mehrere und unterschiedliche Netzwerke der Integrierten Versorgung die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Eine führende Rolle innerhalb der Versorgungsregion sollen dabei die Spitäler übernehmen und die verschiedenen Netzwerke in ihrer jeweiligen Region koordinieren. Die ambulanten Leistungserbringer sollen gleichzeitig die Koordination des Patientenpfades sicherstellen.

Das 4+-Regionen-Modell adressiert zahlreiche aktuelle Herausforderungen der bernischen Gesundheitsversorgung. Durch dessen Umsetzung können Versorgungssicherheit und -qualität gestärkt und langfristig gewährleistet werden. Der Regierungsrat hat bereits erste Umsetzungsschritte eingeleitet und fordert, der weiteren Realisierung hohe Priorität einzuräumen. In diesem Zusammenhang haben die Verwaltungsräte der Spitäler fmi AG und Spital STS AG für die Versorgungsregion Berner Oberland Ost und West entschieden, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Kooperationen auf- und ausbauen

Bereits heute arbeiten die beiden Berner Oberländer Spitalgruppen in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen: Die gemeinsam mit der Inselgruppe gegründete «Radio-Onkologie Berner Oberland» bietet seit 2009 die Strahlentherapie an.

Auch den Verband «Gesundheitsberufe Praktische Ausbildung Berner Oberland» haben fmi und STS gemeinsam mit der Michel Gruppe AG und der Stiftung Solina ins Leben gerufen. Dies mit dem Ziel, die praktische Ausbildung in den nicht-universitären Gesundheitsberufen im Oberland zu fördern.

Und dank der im November 2025 ausgeweiteten «Gefässchirurgie Berner Oberland» können Patient:innen in einer hochspezialisierten Disziplin wohnortnaher beurteilt, behandelt und operiert werden. Neu ist ausserdem das «Palliative Care Netzwerk Berner Oberland» gestartet, welches die spezialisierte Betreuung schwerkranker Menschen stärkt.  

Beide Verwaltungsräte erkennen Ausbaupotenzial

«Unser Ziel ist, weitere solcher Kooperationen auf- und auszubauen», sagt Dr. Karin Ritschard Ugi, Verwaltungsratspräsidentin der Spitäler fmi AG und CEO a.i. «Nur so können wir dem Fachkräftemangel und hohen finanziellen Druck erfolgreich begegnen.» Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG: «Gleichzeitig entsprechen wir damit auch der Gesundheitsstrategie des Kantons Bern. Die GSI gibt uns mit dem 4+-Regionen-Modell die Stossrichtung vor, diese gilt es umzusetzen.»

Die CEOs der beiden Oberländer Spitalgruppen sind nun beauftragt, zusammen mit ihren Fachbereichs-Leitenden mögliche Kooperationsfelder zu prüfen.

Damit übernehmen im Berner Oberland die beiden Spitalgruppen eine führende Rolle innerhalb der Versorgungsregion. Die CEOs der beiden Oberländer Spitalgruppen, Dr. Karin Ritschard Ugi (Spitäler fmi AG) und David Roten (Spital STS AG) sind nun beauftragt, zusammen mit ihren Fachbereichs-Leitenden mögliche Kooperationsfelder zu prüfen.

Erste Resultate sind voraussichtlich im Frühjahr 2026 zu erwarten. Die beiden Spitalgruppen werden gemeinsam über den Projektverlauf informieren.

Beitragsbild: Canva

   

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