

Zentral war und ist der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeitenden.
Wir konnten Umsatz und Kosten in einer guten Balance halten. Im Vergleich zum Vorjahr erreichten wir beim Ertrag ein Wachstum von 6,6 Prozent beziehungsweise ein Umsatzplus von 15 Millionen Franken, wobei der ambulante Bereich überdurchschnittlich und stärker als der stationäre zum Umsatzwachstum beitrug. Ferner haben wir uns laufend mit der Kostenseite beschäftigt.
Mit kontinuierlichen Prozess- und Betriebsoptimierungen. Sowohl ambulant als auch stationär gelang es uns, die Kapazitäten bedarfsgerechter zu steuern. Zentral für das Erreichen des Jahresergebnisses war und ist der grosse, unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeitenden. Sie prägen eine für den Erfolg entscheidende Kultur.
Die Mitarbeitenden packen gemeinsam an, um pragmatische Lösungen zu finden und schauen dabei auch über ihr eigenes Pflichtenheft hinaus. Dies ist für uns zentral, um uns laufend zu verbessern.
Unser Verband ist mehr als ein Spital – unser USP ist das integrierte Versorgungsmodell.
Zentral ist sicher unser USP, das integrierte Versorgungsmodell: Unser Spitalverband ist mehr als ein Spital und hat schon früh begonnen, dieses Modell umzusetzen. Damit meine ich das Geschäftsmodell mit Spital, Pflegezentrum, Rettungsdienst, Beteiligung an regionalen Arztpraxen sowie einer engen strategischen Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern wie beispielsweise ZURZACH Care, RegioSpitex Limmattal, Uroviva oder spiess + kühne, letztere alle unter unserem Dach. Synergien und schlanke Prozesse entstehen, Schnittstellenprobleme nehmen ab und die Betriebskosten werden besser gedeckt.

Die letzte Grossinvestition, die Neubauten, haben wir zu einem optimalen Zeitpunkt noch vor der Bauteuerung mit Kosten- und Termintreue getätigt. Die funktionale und prozessorientierte Infrastruktur ist finanziell tragbar und gezielt auf unser integriertes Geschäftsmodell ausgerichtet.
Wir sind ein Zweckverband, der elf Gemeinden gehört. Diesen gegenüber haben wir eine hohe Verpflichtung, sie finanziell schadlos zu halten und die für unsere Zukunft unabdingliche Investitionsfähigkeit aus dem eigenen Betrieb heraus zu erwirtschaften. Dieses Bewusstsein ist tief verankert.
Wir investierten stark in den Nachwuchs und setzen bis auf Kaderstufe auf Teilzeitmodelle – mit einem Frauenanteil von 60 Prozent in den Kaderfunktionen.
Wir sind ein Zentrumspital der Kategorie 2 – mit einem Zentrum für Adipositas-Chirurgie im HSM-Bereich, diversen Spezialzentren und -disziplinen, einer klassischen Grundversorgung sowie einem breiten ambulanten Angebot. In dieser Bandbreite und aufgrund des integrieren Versorgungsmodells können wir spannende Aufgabenfelder und Perspektiven bieten. Wir investieren stark in den Nachwuchs: Von unseren 1700 Mitarbeitenden befinden sich 250 in einer Aus- oder Weiterbildung. Der Frauenanteil beträgt in den Kaderfunktionen 60 Prozent und wir setzen bis auf Kaderstufe auf Teilzeitmodelle, was allseits geschätzt wird.
Wir arbeiten mit unterschiedlichen Häusern zusammen, um möglichst den gesamten Patientenpfad abzudecken. Und das funktioniert gut, auch mit Kooperationsverträgen in Bereichen sich ergänzender Leistungserbringung. Für die Zukunft wird den der Akutversorgung vor- und nachgelagerten Bereichen in der Betreuung eine noch höhere Bedeutung zukommen.
Kostendeckende Tarife sind dringend nötig, um im ambulanten Bereich substanziell weiterzukommen und den stationären Bereich langfristig zu entlasten.
Der bereits starke ambulante Bereich ist bei uns im letzten Jahr um weitere neun Prozent gewachsen, ebenso konnten wir uns stationär weiter steigern. Es war wichtig, die Ambulantisierung im Neubau zu antizipieren, unter anderem mit Reserveflächen, die den sukzessiven Ausbau ermöglichen. Wir bereiten uns laufend auf die nächsten Schritte – mit Fokus auf den ambulanten Bereich – vor.
Es ist elementar, das Tarifsystem künftig konsequent auf die Ambulantisierung auszurichten und nicht umgekehrt. Ein klares Umdenken aller Akteure ist notwendig, um das grosse vorhandene Potenzial möglichst rasch zu nutzen. Mit dem Systemwechsel per Anfang 2026 und der einheitlichen Finanzierung ist es bei weitem nicht getan.
Es genügt nicht, nur zu ambulantisieren. Wir müssen vermehrt in echten Netzwerken denken und dies entsprechend vergüten.
Wir brauchen dringend kostendeckende Tarife. Nur so kommen wir im ambulanten Bereich substanziell weiter und haben in der Folge die Kosten des stationären Bereichs langfristig besser im Griff. Die Tarife sollten neue Prozesse und bereichsübergreifende Versorgungsstrukturen zeitnah fördern. Wir müssen vermehrt in echten Netzwerken denken und dies entsprechend vergüten. Es genügt nicht, nur zu ambulantisieren.
Nach der Konzentration auf die baulichen Grossinvestitionen liegt unser Fokus jetzt auf der digitalen Transformation. Im September 2025 werden wir ein neues Klinik-Informationssystem in Betrieb nehmen. Damit schaffen wir die Basis für neue Ansätze, wobei die eigentliche Herausforderung darin bestehen wird, uns im Rahmen unserer integrierten Versorgung und zugunsten der Behandlungsqualität und -sicherheit der Patientinnen und Patienten weiter digital zu vernetzen.
Beitragsbild: Spital Limmattal (zvg)