Competence Readtime2 min
10. März 2022

Krieg in der Ukraine

Solidarität mit den Spitälern der Ukraine

H+ Die Spitäler der Schweiz setzt sich für die Unterstützung der ukrainischen Spitäler ein, unter anderem auch durch Partnerschaften mit Schweizer Spitälern.

Was den Bedarf an medizinischem Material betrifft, hat H+ die untenstehenden Angaben des Bundes an seine Mitglieder weitergeleitet. Ausserdem zentralisiert H+ die Namen und Ansprechpartner von Spitälern und Kliniken, die bereit sind, eine Partnerschaft mit einem ukrainischen Spital einzugehen.

Schweizer Spitäler zeigen sich solidarisch

Der Turm des Spitalzentrums Biel wurde drei Nächte lang in den Farben der Ukraine beleuchtet als Zeichen der Solidarität mit dem Gesundheitspersonal, das unter unvorstellbaren Bedingungen arbeiten muss. (Beitragsbild: Spitalzentrum Biel) Mitarbeitende des Universitätsspitals Zürich versammelten sich im Spitalpark zu einer gemeinsamen Schweigeminute, um für Frieden und Menschlichkeit einzustehen (Foto: USZ).

Die Zürcher Spitäler unterstützen einen Verein für gemeinnützige Hilfe für Kinder und Familien in der Ukraine. Als Zeichen ihrer Solidarität mit den notleidenden Menschen spendet die Insel Gruppe zehn Franken pro Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter an die Hilfsaktion der Glückskette. Das Kantonsspital Baselland stellte dank der grossen Hilfsbereitschaft von allen Seiten und der guten Koordination mit der ukrainischen Botschaft, innert kürzester Zeit eine Lieferung mit medizinischen Hilfsgütern zusammen. Ebenfalls in Absprache mit dem ukrainischen Botschafter entsandte das Universitätsspital Basel als Sofortmassnahme 30 Geräte zur Konzentration von Sauerstoff in die Ukraine, denn gemäss Mitteilungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht den medizinischen Einrichtungen der Ukraine sehr bald der Sauerstoff aus, der unentbehrlich für die Behandlung vieler schwer erkrankter oder verletzter Patientinnen und Patienten ist.

Medizinische Güter

Um die materiellen Hilfsangebote von Kantonen, Spitälern, der Industrie sowie weiteren Institutionen zu koordinieren, sind der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) und das Ressourcenmanagement Bund (ResMaB) in die Einsatzleitung der humanitären Hilfe des DEZA integriert worden. Bisher haben die ukrainischen Behörden Bedarf in den folgenden Bereichen angemeldet:

  • Zurzeit dringend: Medizinische Güter für Primärversorgung, Traumaversorgung und Versorgung von Brandverletzungen
  • Erste-Hilfe-Sets
  • Desinfektionsmittel
  • Tragbare Defibrillatoren
  • OP Kleider (Kittel, Handschuhe, Masken etc.)
  • Venflons
  • Nahtmaterial
  • Chirurgische Instrumente (Klemmen, Pinzetten, Skalpelle etc.)
  • Verbandsmaterial
  • Traumaversorgungsmaterial
  • Primärversorgungsmaterial
  • Ambulanz-Fahrzeuge
  • Rollstühle, Krücken
  • Spitalbetten
  • Med. Sauerstoff

Um eine genaue Koordination zu gewährleisten, empfiehlt der KSD, Angebote an die folgende Adresse der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) zu schicken: ch-neoc-n@naz.ch

An einer Partnerschaft interessiert?

Neben medizinischen Hilfsgütern sollen Partnerschaften dazu beitragen, die Resilienz des Personals zu stärken. Die Idee ist, dass Schweizer Spitäler und Kliniken Partnerspitäler in der Ukraine unterstützen, z. B. durch fachliche Beratung/Telemedizin, gemeinsame Suche nach Problemlösungen, Netzwerke für Mittelbeschaffung usw.

Interessierte Einrichtungen oder Einrichtungen, die bereits eine Partnerschaft eingegangen sind, wenden sich bitte an das H+ Direktionssekretariat (direktionssekretariat@hplus.ch), welches die Namen und Kontaktpersonen der Spitäler und Kliniken sammelt.

Beitragsbild: Spitalzentrum Biel

Bleiben Sie informiert über aktuelle Themen mit unserem monatlichen Newsletter