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27. Oktober 2022

Weiterbildung im ambulanten Bereich

Neuer Beruf verbessert Betreuung von chronisch Kranken

Die 2015 eingeführte Weiterbildung zur medizinischen Praxiskoordinatorin bzw. zum Praxiskoordinator (MPK) erfüllt gemäss einem aktuellen Bericht die Erwartungen der Ärzteschaft.

Die seit 2015 mögliche Weiterbildung mit eidgenössischem Fachausweis zur medizinischen Praxiskoordinatorin bzw. zum Praxiskoordinator (MPK) ist bei medizinischen Praxisassistent:innen (MPA) beliebt und trägt zur Qualität der Versorgung bei. Dies geht aus einem entsprechenden Bundesratsbericht hervor.

Fast 800 ausgebildete Personen

Bis Ende 2021 haben 793 Personen die Weiterbildung absolviert. Umfragen 2016 und 2018 bei der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), den Haus- und Kinderärzten Schweiz sowie der Organisation der Arbeitswelt Berufsbildung MPA (Odamed) haben gezeigt, dass die MPK-Fachprüfung als gewinnbringend eingeschätzt wird – nicht nur für die Ärzteschaft, sondern auch für die Patient:innen und die MPA bzw. MPK selber. Allfällige Anpassungen sind im Rahmen von regulären Revisionen möglich.

Ziel: Stärkung der Kompetenzen der MPA

Die eidgenössische Berufsprüfung MPK wurde 2015 vor dem Hintergrund mehrerer Entwicklungen eingeführt. Die Strategie «Gesundheit 2020» des Bundesrats hielt fest, dass die Berufsbilder im Gesundheitswesen regelmässig an die Anforderungen der Praxis angepasst werden sollen. Zudem wollte die Hausärzteschaft die Kompetenzen der MPA stärken, um diese vermehrt in der Betreuung von chronisch Kranken, wie Diabetiker:innen, einsetzen zu können. Nicht zuletzt gab es bis 2015 auf Tertiärstufe keine berufsspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten für MPA, was mit der Fachprüfung MPK behoben wurde.

Beitragsbild: Mart Production auf Pexels

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