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23. November 2021

Focus Humanfaktoren

Erfahrungen im Universitätsspital Genf (HUG)

KI hängt weiterhin vom Menschen ab

Competence Rodolphe Meyer

Dr

Rodolphe Meyer

Directeur adjoint, direction du système d’information, Hôpitaux universitaires de Genève (HUG)

rodolphe.meyer@hcuge.ch

Künstliche Intelligenz (KI) spielt nur eine marginale Rolle im Leistungsangebot der Spitäler, auch wenn diese immer mehr damit experimentieren. Um trotz technischer und gesetzlicher Schwierigkeiten sowie menschlicher Zurückhaltung Projekte zu entwickeln, hat das Universitätsspital Genf (HUG) eine Querschnittsgruppe gebildet, die sich auf fünf Schwerpunkte konzentriert. Sie fördert nur Projekte, welche die Arbeitskraft der Mitarbeitenden er höhen, nicht aber solche, welche sie ersetzen könnten. «Das HUG will Zentauren schaffen, nicht Arbeitslose», sagt der Autor. Anstatt sich Science-Fiction-Szenarien auszumalen, die oft pessimistisch ausfallen, müssen sich die Spitäler mit konkreten Fragen beschäftigen, betont er. In den Bereichen Daten, Bildung und Changemanagement müsse noch viel Basisarbeit geleistet werden. Die KI sei ein Werk zeug wie jedes andere: ihre Wirksamkeit wird weiterhin von den Menschen abhängen, die sie einsetzen Es gehe darum im Gesundheitswesen Albert Einsteins Maxime zu prüfen: «Computer sind unglaublich schnell, präzise und dumm. Der Mensch ist unglaublich langsam, ungenau und intelligent. Beide zusammen bilden eine unermessliche Kraft.»

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