journée des infirmières 12 mai 2023
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12. Mai 2023

Internationaler Tag der Pflege

Jetzt die Versorgung der Zukunft sichern

Der diesjährige Tag der Pflege steht weltweit unter dem Motto «Our Nurses. Our Future». Die Resultate einer schweizweiten Umfrage bei den Pflegestudierenden zeigen jedoch: Die Qualität der Ausbildung habe während der Pandemie gelitten und der aktuelle Mangel an Fachkräften verschärfe die Situation zusätzlich. Neben der dringlichen Ausbildungsoffensive müssen laut SBK in der Praxis vor allem die Berufsbildner:innen unterstützt werden.

Weltweit kämpfen die Gesundheitssysteme mit den Folgen des Fachkräftemangels und der COVID-19-Pandemie. Der International Council of Nurses ICN stuft den wachsenden Mangel an Pflegefachpersonen als globalen Gesundheitsnotstand ein und fordert die Regierungen zu Investitionen in die Pflege auf.

14 803 vakante Pflegestellen vermeldete der Jobradar Ende März 2023, davon 6884 für diplomierte Pflegefachpersonen.

Die Schweiz ist von diesen Entwicklungen ebenfalls betroffen: 14 803 vakante Pflegestellen vermeldete der Jobradar Ende März 2023, davon 6884 für diplomierte Pflegefachpersonen.

Diese Situation betrifft auch die Pflegestudierenden, wie eine nationale Umfrage des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachpersonen (SBK) und von Swiss Nursing Students (SNS) zeigt. Die Studierenden berichten davon, dass sie sich in der Praxis nicht ausreichend betreut fühlten. Auch die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten, die sogenannten Skill-Trainings fand nicht im vorgesehenen Mass statt. Nur gerade 10 Prozent der Antwortenden gaben an, dass alle Skills-Trainings nachgeholt wurden, die zu Beginn der Pandemie wegen gesetzlichen Vorgaben nicht durchgeführt werden konnten. Das heisst, dass die Praxis zusätzlich gefordert ist, mit den Studierenden diese Tätigkeiten zu üben. Wichtig ist laut SBK, dass die Berufsbildner:innen genügend Zeit für die Studierenden haben, trotz der angespannten Personalsituation.

Für den SBK ist klar, dass sich der Fachkräftemangel nur entschärfen lässt, wenn es gelingt die ausgebildeten Pflegenden im Beruf zu halten und dank der Ausbildungsoffensive neue Studierende zu gewinnen. Es brauche daher umgehend flächendeckende Massnahmen für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege: «Die Kantone müssen die gesetzlichen Grundlagen schaffen, um die beschlossene Ausbildungsoffensive umzusetzen. Aber um mehr Pflegefachpersonen auszubilden, braucht es auch genügend Personal. Das heisst, sie müssen jetzt dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen in der Praxis so sind, dass nicht noch mehr Pflegende aussteigen.»

Beitragsbild: Study Production, Canva.com

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